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Berichte

Frankreich schützt Schiedsrichter

 

Sonntag, 15 Oktober 2006

 

Die französische Nationalversammlung hat den Status von Schiedsrichtern im Land verbessert. Damit sollen Amateur- und Profi-Schiedsrichter besser geschützt und der Rückgang der Anzahl von Unparteiischen gestoppt werden.

Das neue Gesetz garantiert den Schiedsrichtern auf allen Ebenen den Status eines Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Das heißt, sie werden Polizisten oder Feuerwehrmännern gleich gestellt. Damit wird ihre Sicherheit enorm erhöht. Die Schiedsrichter sind in der Vergangenheit so oft verbal und körperlich angegriffen worden, dass die Strafen für derartige Verstöße 20 Mal höher waren als in normalen Fällen. "Sollte der Respekt vor Regeln und Autoritäten verloren gehen, würde der Sport seiner Identität und seiner Werte beraubt", sagte der französische Sportminister Jean-François Lamour.

Um die Arbeit attraktiver zu machen, wurde auch der finanzielle Status der Unparteiischen geändert. In Folge einer finanzpolitischen Gesetzesänderung sinken die Steuern für die berufliche Tätigkeit der Schiedsrichter.

Die Initiative zu dieser Gesetzesänderung ging von der derzeitigen Regierung aus, nachdem immer mehr Schiedsrichter aggressiv angegangen wurden und die Anzahl der französischen Referees in den letzten fünf Jahren gesunken ist. "Zu viele Schiedsrichter haben aufgegeben, weil sie es leid waren, ständig beleidigt, attackiert und eingeschüchtert zu werden", sagte Lamour weiter.