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Aus dem DBSV - ...

… Telegramm 11/2025: Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie versprochen melden wir uns nun wieder. Wie immer wollen wir es aber nicht versäumen, allen, die nun in den nächsten Wochen erst in die Ferien gehen (können), eine schöne Zeit und vor allem gute Erholung zu wünschen. Der Sommer hat einige sportliche Ereignisse gebracht.

Mit einer bunten Eröffnungsfeier wurden in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games eröffnet, nach den Olympischen Spielen die größte Sportveranstaltung in der Welt. Es war ein bewegender Auftakt für ein Fest der Vielfalt, Fairness und Leistungsbereitschaft mitten in einer sportbegeisterten Region und in einem gastfreundlichen Deutschland.

Solche internationalen Großveranstaltungen schaffen (wie z.B. auch die Europäischen Betriebssportspiele und die Weltbetriebssportspiele) viele Begegnungen, stärken das bürgerschaftliche Engagement und Miteinander.

Nach zwölf intensiven Tagen voller Sport, Kultur und internationaler Begegnung sind die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games dann am 27. Juli 2025 zu Ende gegangen. Die Spiele an Rhein, Ruhr und in Berlin waren für den Sport, für die Region, für Deutschland und für die Menschen ein voller Erfolg. Team Studi, die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft, hat bei den Games Geschichte geschrieben: Das deutsche Team belegte mit elf Titeln und insgesamt 40 Medaillen Platz sechs im Medaillenranking. Damit war es so erfolgreich wie nie zuvor. Wir gratulieren unseren Freundinnen und Freunden vom adh und allen Organisatoren sehr herzlich zu diesem großen Erfolg.

„Wir haben Impulse gesetzt, die grundsätzlich dazu geeignet sind, die Diskussion um die Durchführung von Veranstaltungen dieser Größenordnung in Metropolregionen zu befruchten. Und wir haben gezeigt, dass das abbildbar ist in einer Region wie Rhein-Ruhr“, sagte Vorstandschef Jörg Förster vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsport-Verband (adh) im Deutschlandfunk.

Wenn man dann allerdings so die ersten Reaktionen nach den zwischenzeitlich auch publik gewordenen Überlegungen für eine Olympiabewerbung Deutschlands 2036 / 2040 sieht, darf man daran zweifeln, ob bestimmte Kreise die eben geschilderten Vorteile und positiven Begleiterscheinungen einer solchen Großveranstaltung überhaupt ernsthaft prüfen, geschweige denn verstehen (wollen). Da ist es dann offensichtlich doch viel bequemer, in den eigenen ideologischen Vorstellungen zu verharren und statt einer möglichen positiven Betrachtungsweise mal lieber wieder die „Bürgerinitiativen“ gegen den Sport ins Leben  zu rufen.

Der organisierte Sport in Deutschland steht aber für weit mehr - er ist vielfältig, wertebasiert und demokratisch. Der Deutsche Olympische Sportbund, die dsj und die 102 Mitgliedsverbände mit ihren rund 28,8 Millionen Mitgliedern nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und ernst, wozu sicherlich auch hier und da Bewerbungen für Großveranstaltungen zählen.

Andere Frage: Wie geht man eigentlich nachhaltig mit radikalen politischen Entwicklungen und Vorstellungen um, die im Widerspruch zu den Werten unseres Sports stehen ?

Zu dieser Frage werden wir - wie auch andere Verbände und Organisationen - Daten, Fakten, Meinungen, Gutachten und Vorschläge sammeln und zu gegebener Zeit darüber fundiert berichten. Sport ist eben nicht nur das 1:0 im Fußball oder das 33:32 im Handball.

Uwe Tronnier, DBSV-Präsident 

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